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Geschichte des Kolpinghauses

Der Weg zur Internationalen Jugendburg - über 50 Jahre Kolpinghaus

Am 17. Juni 1953 war der Volksaufstand in der DDR, zur gleichen Zeit begann hier in Oberwesel die Inbetriebnahme des Vermächtnisses des ehemaligen Schönburg-Besitzers T.J. Oakley Rhinelander.

Der Deutsch-Amerikaner studierte die Glanzzeit der Burg und ließ sie neu entstehen. Nach dem Tode von Rhinelander erwarb die Stadt die Burg sehr günstig, doch verpflichtete sie sich, eine Begegnungsstätte für die Jugend der Welt darin zu errichten. Dazu verhalf der besonders agile Kolpingbruder, Landtags- und Bundestagsabgeordnete Johann-Peter Josten. Seine vielfältigen Kontakte in Kirche, Kolpingwerk und Politik verhalfen zu Zuschüssen aus Amerika, um eine internationale Begegnungsstätte auf der tausendjährigen und geschichtsträchtigen Burg zu ermöglichen.

50er Jahre ruine

Diese Aktivitäten begannen bereits am 3. März 1951 mit der Gründung des Vereins "Internationale Jugendburg Kolpinghaus auf Schönburg". In der Chronik des Kolpingwerkes heißt es: "1951 - Juli/August: Auf der Schönburg bei Oberwesel wird die erste internationale Begegnung des Kolpingwerkes organisiert". Dieses Zeltlager stellte dann auch den Start von zahlreichen weltweiten Ferien- und Arbeitseinsatzprojekten des Kolpingwerkes dar und trug mit dazu bei, dass das Kolpingwerk sich international ausrichtete.

Am 15. August 1953 war es auf der Burg soweit - der erste Bauteil der Jugendburg war vollendet. Dr. Matthias Wehr, Bischof von Trier, segnete das Werk, der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss sagte zur Eröffnung vor vielen Gästen: "Möge dieses Haus beitragen zur Verständigung aller Völker, damit ihnen die Freiheit des Geistes und der Friede erhalten bleibe." Dieser Gedanke hat das Haus dann auch fünfzig Jahre getragen.
Im weiteren Verlauf der Deutschen Geschichte enstand 1961 die Mauer zwischen Ost und West.

Zu dieser Zeit engagierte man sich auf der Schönburg für einen Ausbau, der der hohen Nachfrage gerecht werden sollte. Am 15. August 1962 war in Oberwesel Ausnahmezustand: Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer kommt und übergibt das Gebäude, das bis zum heutigen Tage "Neubau" genannt wird. Nuntius Erzbischof Bafile erteilt den Segen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten bereits 63.000 Besucher aus mehr als 60 Nationen die Jugendburg besucht.

Burghof 1957

Adenauer

Nuntius Bafile

Verschiedene Umbauten und Erweiterungen in den folgenden Jahren (1973, 1982, 1987/88) haben das Haus den zeitlichen Anforderungen angepasst und die Möglichkeiten verbessert. So konnte Weihbischof Karl-Heinz Jacoby am 17. Juni 1983 im Rahmen eines Förderertreffens die sanierte Burgkapelle weihen. Auch in den nächsten Jahren stehen wieder Umgestaltungen und Anpassungen an, um die Bedürfnisse der Zeit zu erfüllen und um vor allem der Jugend aller Nationen eine interessante Stätte im Herzen des Weltkulturerbes "Oberes Mittelrheintal" anbieten zu können.

Vorstand 2003

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